So schreibt es jedenfalls Autor Bernd Graff für die Süddeutsche. Um zu zitieren: Das Internet verkommt zu einem Debattierklub von Anonymen, Ahnungslosen und Denunzianten
in dem oft anonym und noch öfter von keiner Sachkenntnis getrübt
nichts anderes getan wird, als gemeckert. Garniert wird das Ganze mit einschlägigen Studien und Zitaten. Das klingt jetzt wie ein Affront, aber das ist es eigentlich nicht. Sehen wir uns doch einmal die Details an:
- Es schreibt jemand einen Text, in dem er an Wikipedia und Blogs kein einziges gutes Haar lässt. Ein zentraler Vorwurf ist, dass dort nur Themen nur einseitig destruktiv behandelt werden.
- Der zweite Vorwurf ist, dass in Internet nur Leute schreiben, die gar nicht wissen von was sie da eigentlich reden. Außerdem dienen Blogs ohnehin nur dazu,
Poesie-Alben zu veröffentlichen oder Trauer über kaputte Computer Ausdruck zu verleihen
. - Der Artikel erscheint im Internet auf der deutschen Newssite mit der wohl vorbildlichsten und meistgenutzten Kommentarfunktion in ganzen Land
Der Herr Graff hat zweifellos ein Gespür für die feinere Ironie. Ich ziehe meinen Hut davor und finde, dass wir alle das tun sollten.
mike ¶
8. Dezember 2007, 02:20 Uhr
Wo der Debattierklub der Ahnungslosen ist, zeigt der geschätzte Herr gleich im ersten Absatz:
Seit fast 5 Jahren!1eins
Unglaublich, was heutzutage für ein hanebüchener Unsinn ins Netz geschrieben wird...